Sonntag, 18. Dezember 2011

siebensachen2

immer wieder sonntags.. 10 7 bilder von sachen, für die ich an diesem tag meine hände gebraucht habe. ob für 5 minuten oder 5 stunden ist unwichtig.

wer hats erfunden?


plätzchengeschenk für oma und opa gezaubert. [urmi und urpa]




bereits vor dem frühstück 2 schokolädchen vom bunten teller genascht.




möhrenbrei für das menschenkind zubereitet.




gemüse getrocknet. hier: schnittlauch, zwiebeln, petersilie, sellerie und porree.


weiteres gemüse getrocknet. hier: möhrchen

beides für das da. da kann sich schon mal jemand freuen,denn noch ein weihnachtsgeschenk ist startklar :o)


einen brief an meine freundin geschrieben.




das bad geputzt und die fliesen in der dusche geschrubbt.



die 4. kerze angezündet und bemerkt, dass ich in diesem jahr scheinbar sparsamer war, was die brenndauer angeht. hm.


geschenke eingepackt. ist ja bald soweit :)





noch mehr geschenke verpackt. ein optisches, jedoch nicht inhaltliches duplikat ging am samstag auf die reise :o)

von der vorfreude



wir sind von herzen erfreut. und ich befürchte, dass ich es kaum noch abwarten kann, so schöne geschenke erst am heiligen abend auszupacken!

DANKE ♥



früher oder später

ich nehme einen großen schluck heißen kaffee aus der roten tasse mit den weißen elchen und ich frage mich, ob ich dir erzählen möchte, was mir tagsüber passiert und mich nachts wach hält. die kleinen dinge des lebens die auf mich einströmen und die ganz großen, die mich staunen lassen. das, was wirklich zählt. das, was anders war.

am anfang nehme ich diese gedanken noch nicht ernst, belächele sie, schlucke sie mit einem 2. schluck kaffee hinunter. nun liegen sie mir schwer im magen, so wie du damals.

morgens, wenn die sonne aufgeht und die katzen nicht mehr grau, sondern kleine tiger sind, denke ich hin und wieder, dass ich dich anrufen könnte. reden über dies und das. du, mit deiner hilflos naiven art die menschen zu sehen, wie sie auf keinen fall sind und du, der in den richtigen momenten immer nur die falschen worte fand und mir wird, gerade als sich der 3. schluck kaffee auf meiner zunge entfaltet bewusst, dass das alles bedeutungslos geworden ist.

zu sagen ist da nichts mehr. verspielt ist verspielt und lächelnd greife ich nach meinem brot mit erdbeermarmelade.

da ist kein platz mehr für dich zwischen all dem leben in mir, dem früher und dem später.

kein millimeter.

Samstag, 17. Dezember 2011

Dienstag, 13. Dezember 2011

vom lesen oder ohne punkt mit komma

nachdem ich dich minutenlang gespannt, neugierig, gierig, lüstern, hoffend und ob der vergangenen nacht - auch ein wenig selig - angesehen habe, werde ich ganz sachte aufstehen, die tür leise öffnen und aus deinem zimmer gehen, dich schlafend zurücklassen, das kühle parkett unter meinen nackten füßen spürend, erstaunt meinen blick über das sofa schicken, wie zuvor über deinen rücken - fast zärtlich - erinnerungsschwanger, dein mund schweigt, mein herz tut es ihm gleich, du atmest ganz ruhig und langsam versickert die nacht zwischen den laken, so, als nähme ich sie als erinnermich mit mir, eingepackt in eine zukunftsillusion im seifenblasenformat, schlüpfe in meinen rock, unter den du erst vor stunden so beherzt gegriffen hast, fische das shirt und die unterwäsche unter dem tisch hervor, genehmige mir den letzten schluck rotwein der mir so verdammt das hirn vernebelte, entzünde eine zigarette, verschließe augen und herz, mir fällt ein: beim nächsten ton ist alles zu spät anders [piep], deshalb bloß keinen laut von mir geben, ich seufze nur innerlich, dafür umso lauter, nehme meine schuhe in die hand ich könnte auch kaffee kochen und gehe zur wohnungstür. natürlich werde ich nicht heimlich dein t-shirt eingesteckt haben, ich bin ja keine 14 mehr und ich ginge auch nicht von allein, damit niemandes traum platzt.


mir ist ein wenig schwindelig und wo mein auto steht, weiß ich auch gerade nicht genau und ich würde mich auch nie im leben gefragt haben:"warum nur bist du gegangen?"


nein. ich atme dich ein.


[und aus.]

wunderwunderwunderschön

martina hoffmann ist die wunderbarste herzensguckerin die ich kenne..und wenn ihr wirklich etwas besonderes verschenken möchtet, dann seid ihr hier goldrichtig! :o)



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Sonntag, 11. Dezember 2011

ich packe meine siebensachen ein[s]

Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


nach einer idee von frau liebe





auf dem weihnachtsmarkt am honigstand ein glas geschenkt bekommen, weil ich den deckel so wunderschön fand.


das ertauschte plätzchenpaket angenascht und fotografiert.


das tollste neue paar strümpfe für das menschenkind nach hause getragen.



für den besten mann der welt 3 kekse extraschön verziert.



selbstgemachte plätzchen an die nachbarin verschenkt.



auf dem weihnachtsmarkt einen neuen tonmann für den weihnachtsbaum erstanden.



auf dem flohmarkt die weihnachtsgeschichte mit wunderschönen klappbildern gekauft. vorher noch gehandelt.

Freitag, 9. Dezember 2011

vom aufwachen

post von dir.
eine neue email.


ich setze teewasser auf.
dusche und knote meine haare - noch nass - einfach nach oben.
hänge das teenetz mit den frischen minzblättern in die kanne und gieße das heiße wasser hinzu.
schmiere butter auf eine scheibe brot und belege sie mit käse.

gehe an den kleiderschrank und suche meinen lieblingspullover, socken und unterwäsche heraus, ziehe die hose vom wäscheständer und schlüpfe schnell in alles hinein.
gehe zurück in die küche.

hole den honig aus dem schrank.
schneide den apfel in scheiben und schichte dann einige auf das käsebrot.

trage alles nacheinander zum tisch, bringe den laptop in position und entferne das teenetz aus der kanne.

die katze streicht mir um die beine, die nachbarshühner gackern dem frühling entgegen.


ich atme tief ein - gespannt darauf, welche erklärungen, ausführungen, zuneigungsbekundungen und versprechen mich erwarten und dann öffne ich deine post:


"guten morgen.."



ich scrolle auf und nieder, aber mehr wirds nicht.

und mehr ist es wohl auch nie gewesen.


ich beiße in mein käsebrot und denke: ach, leck mich doch du arsch.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

wenn man mal zeit hat...

kann einem ja auch mal wieder einfallen, dass man mal ein poetry-slam fan war.
und ist.
das hatte man nur vergessen.
die zeit geht und kommt und alles in allem fing alles da an wo alles und nichts sich gute nacht sagen.

und ich noch ganz woanders verliebt war.

das ist alles lange her.

aber da sind sie alle wieder.

die slammer.

und er, der mit seiner stimme gänsehäutchen sprießen ließ, wie ein sommerregen die selbstgesäte kresse, an stellen..ach.
lassen wir das.

am telefon.
ein tiefes schnurren, ein gurren, ein säuseln.
und nachts um 3.
ich bins, ich wollte dir eine gute nacht wünschen.
ein mauscheln, ein flirren, ein raunen - als stünde ich am meer.


du.
im ohr.


und jetzt flüstern die stimmen, dass man das ja mal wieder hören könnte.

das alles und nichts, das jetzt oder nie, das sekt oder selters, das 'n bier und'n köm und sich dann ein bisschen verlieren im hier und jetzt.

im überall und nirgends.

so warst du.



und das herz weiß, dass nur die erinnerung allein schon reicht.

vielleicht sogar für 2 leben.

wenn man mal zeit hat..

kann man sich auch fragen, warum in unserem kamin pilze wachsen.


wenn man mal keine zeit hat...

kocht man nicht. denn dann gibt es kindergeburtstagsessen!


wenn man mal zeit hat...

kann man die neuen schuhe für unser menschlein fotografieren. geschenkt. von meiner besten freundin. welch segen.



wenn man mal zeit hat...

kann man ja auch abendbrot essen.



wenn man mal zeit hat...

kann man sich immer und immer und immer wieder über den engel der liebe freuen, den der nikolaus brachte.



wenn man mal zeit hat...

kann man ja auch mal wieder was selbst machen.
man nehme:
spirelli nudeln, gemüse, hackfleisch, joghurt vermischt mit paprikapulver und chilipaste, zucchini, mohrrüben, paprika, brokkoli, salz, pfeffer. mit reibekäse bestreuen. fertig. lecker.








Dienstag, 6. Dezember 2011

wenn man mal zeit hat...

kann man ja auch plätzchen backen.











liebeserklärung altmodisch


meine rechte seite schmerzt. "da und da" sage ich, tippe an meinem rippenspeck auf und ab. "das kommt vom husten", sagt die ärztin. "ja, alles was nicht raus will kann sehr schmerzlich sein. da habe ich mich wohl verdrehhustet." antworte ich und lasse den blick aus dem fenster über den quittenbaum gleiten. quittengelee. das wäre gut. das könnte man mal wieder machen. wäre man nicht krank. und furchtbar verdrehhustet.

sie sinniert noch über die einnahme der globulis und innerlich öffne ich bereits die tür. äußerlich nicke ich erwartungsgemäß verständig und überlege, wo ich jetzt quitten herbekommen kann.

mit der tür ins haus fallen. oder offene türen einrennen. kann ich beides gut. meine beulen erzählen ihre eigenen geschichten.

ich huste und spüre den schmerz.


wir haben einen alten küchentisch. ein erbstück. er ist dunkelbraun, fast wie ebenholz. die passenden stühle habe ich vom sperrmüll. ein glücksgriff. die polster mit federkern sind dunkelrot, robust. der lack des tisches ist an einigen stellen beschädigt, so dass ich hin und wieder alle schätze vom tisch entferne, den polyboy aus dem schrank unter der spüle hervorkrame und nahezu meditativ die tischplatte einöle.
ganz sorgfältig.
dann räume ich alle gesammelten muscheln, die grüne obstschale, die lampe [fürs seelenheil] und die gelbe kanne vom flohmarkt [für die blumen vom pflückfeld] an ihren angestammten platz zurück und setze teewasser auf [für mich]. bünting. mit braunem kandis und einem schuss milch. bio. fürs gewissen. ach, und für die gesundheit. ich huste.

sie bittet mich ihr zu folgen. überall hin. im kopf war und bin ich überall und nirgends.

irland. meine liebe. und du.

und dann, als das telefon klingelt, habe ich noch einen leichten kandisgeschmack auf den lippen und muss lächeln, als meine zunge ihn wahrnimmt.

ich denke an honigbrote und deinen geruch, der mein zuhause ist.


weil ich dich und unser leben so sehr liebe.



und den alten küchentisch.